Anmeldung startet am 15. Juni 2026.
Zeit und Ort
Die Fechtschule beginnt am Freitag, dem 4. September, um 17 Uhr und endet gegen 16 Uhr am Sonntag, dem 6. September 2026.
Die Location
Bei Burg Husen handelt es sich um den Wohnturm einer mittelalterlichen Festungsanlage. Auf dem Gelände der Burg kann gezeltet werden. Bei zu schlechtem Wetter finden die Workshops und Turniere in einer Turnhalle statt.
Burg Husen
Syburger Dorfstraße 135
Dortmund 44265
Dozenten

Wie man ein Schwert als alles verwendet außer als Schwert – Teil I. Nahkampf und Dolch (Workshop)
Wann ist ein Langschwert kein Langschwert? Wenn es ein Dolch ist.
Wenn zwei Fechter im Kampf aufeinandertreffen, kann dies oft zu einem chaotischen Herumfuchteln führen, wenn einer oder beide in Panik geraten. Fiores Techniken für den unbewaffneten Kampf und den Dolch haben mich gelehrt, wie man diese Situationen überwindet und die Initiative ergreift, wenn wir unseren Gegner aus nächster Nähe konfrontieren. Die Anweisungen für Ringen und Dolch können uns viel darüber lehren, wie wir das Langschwert verwenden und einen klaren Kopf bewahren können, wenn es nah und persönlich wird.
In diesem Workshop werden wir daran arbeiten, uns einem Gegner zu nähern, seine Lücken zu finden und gleichzeitig unsere eigenen zu verbergen, indem wir Ringtechniken und geschickte Schwertarbeit einsetzen.
Erforderliche Ausrüstung – Maske, Halsschutz, Jacke und Handschuhe sowie Langschwert.
Wie man ein Schwert als alles verwendet außer als Schwert – Teil II. Speer und Hellebarde (Workshop)
Wann ist ein Langschwert kein Langschwert? Wenn es eine Hellebarde ist.
Was ist, wenn dein Gegner gepanzert ist? Oder mit einem Speer oder einer Stangenwaffe bewaffnet? Die gängige Weisheit besagt, dass man nah herangehen sollte, aber wie macht man das und was tun wir, wenn wir dort ankommen?
In diesem Workshop werden wir uns damit befassen, einen besser bewaffneten Gegner zu kontrollieren, wenn wir in die enge Distanz eindringen, indem wir auf Fiores Anweisungen für Schwert in Rüstung, Speer und Hellebarde zurückgreifen.
Erforderliche Ausrüstung – vollständige Ausrüstung und Langschwert.

Nele Vansteenkiste ist Instruktorin bei Academia da Espada Belgium, der belgischen Abteilung der Academia da Espada unter Maestro Ton Puey.
Ihr Weg in den Kampfkünsten begann Anfang 2009 mit sportlichem Fechten, mit Schwerpunkt auf Degen. Nach sechs Monaten begann sie zusätzlich, Langschwert zu trainieren. Als Filip Bonte Rapier-Kurse einführte – zunächst in der Tradition von Thibault und später in spanischer Destreza – verlagerte Nele ihren Fokus nach und nach vollständig auf den Rapier, assistierte jedoch weiterhin bei Degen-Einführungen und Grundschulungen.
Nach Filip‘ Beispiel begann sie, zu Fechtveranstaltungen zu reisen, mit internationalen Instruktoren zu trainieren und sich mit Praktikern im Ausland Auszutauschen. Bevor sie formell der Academia da Espada beitrat, trainierte sie auch mit Juan Guilmain und nahm an Veranstaltungen in Spanien teil.
Während der COVID-Zeit engagierte sich Nele zunehmend bei der Academia da Espada – zunächst durch Privatunterricht, dann durch die Gründung einer Studiengruppe und schließlich durch die Errichtung der belgischen Abteilung. Heute unterrichtet sie regelmäßig und pflegt aktiven Austausch mit Praktikern und Vereinen in Spanien, Italien, Großbritannien, Deutschland und darüber hinaus.
Neben ihrem Fechthintergrund hat Nele etwa zehn Jahre Erfahrung im Judo und rund circa zwei Jahre in Capoeira, was ihr eine breite kampfkunstliche Basis gibt, die ihre Lehre und Bewegungspraxis prägt.
Das Gefühl des Atajo entdecken (Workshop)
Keine Beschreibung vorhanden.
Nueva Destreza – Radas 8 Atajos (Workshop)
Keine Beschreibung vorhanden.

„Du spielst die Hauptrolle in meinem Mittelalterfilm!“
Als mich 2009 einer meiner Mitschüler damit gleichzeitig zu seinem Schaukampfspezialisten erklärte, machte ich wenig später meinen ersten Zwerchhau. Zuerst waren Internetvideos und Bücher meine Lehrmeister, bevor ich dann über LARP- und Mittelalterreenactmentgruppen und schließlich die HEMA-Vereine des Ruhrgebietes verschiedenste Eindrücke in mich aufnahm. Dabei spielte ich von Theaterfechten, „Codex Belli“, Vollkontakt in der Rüstung und historisches Bloßfechten alles Mögliche durch.
2018 schließlich gründete ich an der TVG Steele in Essen das Angebot für historischen Schwertkampf. Während dort in der Hauptsache das Lange Schwert gelehrt wird, kommen dort auch das Lange Messer, Seitschwert, Dussack, Dolch, Schwert und Buckler, Montante, Rapier und Säbel zum Einsatz.
Aus dem Filmprojekt wurde in der Zwischenzeit übrigens leider nichts.
Fabelhafte Fechtkunst (Workshop)
Ausrüstung: Ein Langes (Feder-)Schwert, sowie ggf. Maske und Handschuhe.
Während es genug Anleitungen für möglichst effizientes Fechten nach der Liechtenauertradition gibt, so zeigen vor allem die späteren Fechtschriften überraschend vielseitige und ausschweifende Bewegungen, welche durch variantenreiche Beinarbeit, strategische und fließende Haufolgen zu den Blößen und gekonnten Einsatz beider Schneiden den technischen Rahmen des Langschwertfechtens deutlich erweitern.
Unser Workshop beschäftigt sich mit ausgewählten Stücken verschiedener Quellen, unter anderem Philippo di Vadi, Joachim Meyer und dem sog. Kölner Fechtbuch, sowie praktischen Übungen, um besonders flink in den Beinen und flüssig in der Folge der Hiebe und auch Stiche zu werden. Ziel ist es, neue Bewegungen in den eigenen Fluss aufzunehmen und dabei nicht nur seinen Gegner zu treffen, sondern auch noch toll auszusehen.
Während wir am ersten Tag des Workshops noch einfachere Elemente behandeln und diese in Stücke umsetzen, so werden darauf aufbauende und fortgeschrittenere Figuren am zweiten Tag Thema sein.

Mit HEMA begann ich 2019 bei der Tremonia, komme aber nur noch gelegentlich zum Fechten. Schuld daran ist unter anderem meine Arbeit als wissenschaftlicher Volontär im Museum, bei der ich mich aber mitunter begeistert mit Klingenwaffen aus der Sammlung auseinandersetze. Vorher studierte ich Geschichte und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum, wo ich mich mit Freude auf mittelalterliche Originaldokumente stürzte.
Aus dieser Leidenschaft heraus biete ich wieder einen Workshop an, bei dem bislang Unerfahrene einen Einstieg in die Quellenarbeit bekommen.
Handschriften lesen I (Seminar)
Gemeinsam nähern wir uns erst einmal den mittelalterlichen deutschen Sprachen. Ihr erfahrt, warum die Benrather Linie keine Straßenbahn ist und wie ihr unbekannte mittelalterliche Texte zeitlich und räumlich einordnet. Anschließend bekommt ihr einen Auszug aus einer Quellenedition, an der ihr eure ersten Übersetzungen unternehmt.
Handschriften lesen II (Seminar)
Nachdem ihr erste Erfahrungen mit mittelalterlichen deutschen Sprachen gesammelt habt, erhöht sich die Schwierigkeit des Entschlüsselns, denn nun kommt die Schrift hinzu. Ihr lernt, dass es nicht nur gebrochene und kursive Schriften zu unterscheiden gilt, sondern auch, was eine „Bastarda“ ist. Zum Schluss nehmen wir uns eine Fechthandschrift vor, die bislang noch nicht transkribiert (also in moderne Schrift übertragen) wurde.

Auri Poso begann 2002 mit den historischen europäischen Kampfkünsten unter Guy Windsor und gründete 2021 die Gladiolus School of Arms. Dazwischen gab es mehr Leben, Arbeit und Kinder als HEMA, was Auri eigentlich ganz gesund findet. Als Fioristin und Geschichtsfanatikerin liebt Auri den Forschungsaspekt von HEMA und würde gerne die nächsten 30 Jahre damit verbringen, Fiores Abhandlungen mit einer Lupe in der einen und verschiedenen Waffen in der anderen Hand durchzuarbeiten.
Wie man (Fiores) Huten nutzt um besser zu kämpfen (Workshop)
Was sind Huten und wie setzt man sie tatsächlich ein? Wir werden Fiores Huten untersuchen, um zu einigen Grundprinzipien zu gelangen und deren Anwendung zu üben, um klare Linien und starke Aktionen zu erreichen.

Hannes fechtet seit 19 Jahren und ist Fechter und Instruktor bei Historisch Schermen Brugge (Belgien). Er hat 2007 erstmals ein Langschwert aufgehoben und seither mit Langschwert, Rapier, Säbel und Small-Sword gefochten. Außerdem hat er sich auch dem modernen Degen gewidmet, für welchen er eine Trainerlizenz besitzt.
Er unterrichtet Langschwert, Säbel und Small-Sword und gründete 2024 gemeinsam mit Nele Vansteenkiste seinen eigenen Verein in Brügge. Seine Vorlieben liegen beim Fechten mit wenig Schutz-Ausrüstung, dem Langschwert des 16. Jahrhunderts und französischem Militärfechten.
Man hört nicht einfach auf anzugreifen
Wie man weiterangreift, wenn der eigene Angriff in die Luft geht oder auf die Klinge des Gegners trifft. (Workshop)
Eine taktische und technische Herangehensweise daran den eigenen Angriff nach einem direkten Angriff zu erneuern: Reprise, Remise (de main), Redoublement.
Bewerte die Situation, wähle die passende Fortsetzung des Angriffs oder brich notfalls ab.
Ausrüstung
Erforderlich
- Säbel, Backsword, Spadroon, Seitschwert etc. (einhändige Schnittwaffe mit angemessener Länge)
- Maske, mittlere Fechthandschuhe
Bevorzugt
- Fechtjacke
Optional
- Der ganze andere Scheiß.
Halbe Stange (Workshop)
Keine Beschreibung vorhanden.
Programm
| 17:00 | Anmeldung, Lageraufbau |
| 18:15 | Begrüßung der Teilnehmer |
| 19:00 | Abendessen |
| 21:00 | Lagerfeuer |
| 9:00 | Frühstück |
| 10:00 | Sammeln, Ankündigungen |
| 10:30 | Workshop Wie man ein Schwert als alles verwendet außer als Schwert – Teil I. Nahkampf und Dolch (Jordan Mock) Workshop Das Gefühl des Atajo entdecken (Nele Vansteenkiste) Workshop Fabelhafte Fechtkunst (Martin Wilke) Seminar Handschriften lesen I (Marian Bornemann) |
| 12:30 | Mittagessen |
| 14:00 | Workshop Wie man (Fiores) Huten nutzt um besser zu kämpfen (Auri Poso) Workshop Man hört nicht einfach auf anzugreifen Wie man weiterangreift, wenn der eigene Angriff in die Luft geht oder auf die Klinge des Gegners trifft. (Hannes Dendooven) Workshop Halbe Stange (Anaïs Decker) |
| 16:00 | Fechtschule (Turnier) mit freier Kunststoffwaffenwahl Freies Training |
| 18:00 | Großes Grillen |
| 9:00 | Frühstück |
| 10:00 | Sammeln, Ankündigungen |
| 10:30 | Workshop Wie man ein Schwert als alles verwendet außer als Schwert – Teil II. Speer und Hellebarde (Jordan Mock) Workshop Fabelhafte Fechtkunst (Martin Wilke) Workshop Nueva Destreza – Radas 8 Atajos (Nele Vansteenkiste) Seminar Handschriften lesen II (Marian Bornemann) |
| 12:30 | Mittagessen |
| 13:30 | Fechtschule (Turnier) mit dem langen Schwert aus Stahl Freies Training |
Stimmen und Meinungen
» I really enjoyed my time at the event – […] a wonderful venue, a superb theme and atmosphere, and this naturally seems to attract a lovely group of people. «
» I found the staff to be friendly, polite, and professional. They fostered an atmosphere that was relaxed despite the counter-covid restrictions, but also welcoming and inclusive. […] «
» I must say that im very impressed by Tremonia Fechtschule as an arrangement.
The evenings, which included quite a lot of alcohol and a heavy overweight of men to women in ratio, and I did not see anyone being „that guy“.
Nobody seemed to be have to be moved away, none of the women seemed to be put in awkward situations. […]
The crew behind the event have been actively working with promoting a healthy and inclusive culture for everyone.
Also there were several people who did not drink alcohol and it appeared to me that there was zero peerpresure with regards to alcohol consumption.
In short, if you’re looking for a HEMA event or indeed just a martial art event that is safe, inclusive and friendly regardless of background, culture, skincolor, gender identity or sexuality, I can wholeheartedly recommend Tremonia Fechtschule. «
» Ja, leck mich am Arsch. Schreib doch auf deine scheiß Website was du willst! «
» Tremonia Fechten is an absolutely delightful event I would highly recommend to anyone and everyone, and I think I already have! «
» This event is just so friendly and chill. The organisers obviously try so hard (and succeed) in booking a varied selection of instructors, not just for their skills, but also for their personalities, ensuring they fit the welcoming, fun and inclusive vibes all the attendees have come to expect. Even if you don’t do any of the eclectic mix of workshops or lectures available, this event is worth attending just for the socialising by the firepit or absorbing the atmosphere of a 13th century keep surrounded by woods while you watch everyone else training or doing archery. And if none of that has convinced you why this is in my top 3 favourite HEMA events, they also have freshly made waffles and their own bouncy castle! «
» I attended Tremonia Fechtschule in 2019; great organisation and atmosphere at the event. The club members were very hospitable and a pleasure to train with! «
» Danke für ein tolles Fechtwochenende; Euer herzliches Willkommen; die Hilfe bei allen Fragen; liebevoll geschnittene Gemüsesticks; einen superleckeren Grillabend und Stockbrot am Lagerfeuer! Ich komme gerne wieder! «
» Tremonia Fechtschule is one of those events that embody HEMA for me. Events that are very specialised, such as high level tournament, or weapon specific gatherings, are really cool. On the other hand, events that offer the full range of what the historical martial arts have to offer are absolutely great too. Tremonia is fully that: staying in a castle close to Dortmund, following a variety of workshops and lectures, doing tournaments with both longsword and synthetic weapons (you can do some crazy matchups there) and finally sitting down at the camp fire at night. Something that is important for me personally, is that an event has a good balance between activities. There’s few things more annoying than having a full schedule that allows no time for socialising or sparring, and Tremonia Fechtschule thankfully has a good balance in this regard. […] If you’re looking for an event that puts the enjoyment of HEMA first and if you’re looking to see what the German community has to offer, I would definitely recommend going to Tremonia Fechtschule. «
