Dr. Fabrice Cognot (De Taille et d’Estoc)

Fabrice CognotFabrice Cognot macht nun schon seit einer ganzen Weile HEMA und es macht ihn glücklich. Und was ihn noch glücklicher macht ist, dass es immer noch eine Menge zu lernen, entdecken und teilen gibt und dabei eine Menge Spaß zu haben ist. Er ist Gründer und Präsident von De Taille et d’Estoc, der ältesten bestehenden HEMA-Gruppe Frankreichs, und hat auf verschiedensten Veranstaltungen weltweit über Kampfkunst und Waffengeschichte gelehrt und vorgetragen. Er hat einen Doktor in Archäologie, ist Waffenschmied von Beruf und hat definitiv zu viel Popkultur zu sich genommen.

Kriegshämmer und andere Wuchtwaffen (Vortrag)

Er wird seinen klassischen Vortrag über Kriegshämmer und (hoffentlich) ein allerlei an Wuchtwaffen im späten Mittelalter und der Renaissance halten, da mehr in diesen Schönheiten steckt als man auf Anhieb erkennen kann (und man den anHieb manchmal nicht mitbekommen möchte).

Björn Rugstad (Wisby Historiska Fäktskola)

Björn Rugstad ist Trainer bei Wisby Historical Fencing School in Gotland, Schweden.

Er macht Kampfkunst seit 32 Jahren, das meiste davon auf Messerbasierte Künste aus Südostasien verwendend, welche er seit vielen Jahren international lehrt. In den HEMA konzentriert er sich auf den Dolch, insbesondere nach Joachim Meyer, und das Fechten Dolch gegen Dolch, hat aber auch bspw. auch das niederländische Fechtboech BPL3281 studiert.

Hie vacht an der Tegen, gott der wöll unser aller pflegen

Der Schwerpunkt der Workshops wird im Sparring Dolch gegen Dolch liegen.
In Teil 1 werden wir uns auf die Grundlagen konzentrieren, die den Dolch im Sparring funktional machen. Angriffswinkel und – methoden, Huten, Blöcke und Eingangsstrategien.

In Teil 2 betrachten wir Meidbewegungen, Setups, Grappling, Takedowns, das Brechen der gegnerischen Struktur und Ausgangsstrategien.

Ausrüstung: Fechtmaske, Halsschutz, Dolchsimulator, Lederhandschuhe o. ä. sind zu empfehlen. Je mehr Ausrüstung man hat, desto dynamischer die Erfahrung. Eine Fechtjacke kann für volles Sparring gut sein.

Predrag Nikolic (Zornhau)

Predrag kam zum historischen Fechten wie die Jungfrau zum Kinde. Seit 2001 beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten des historischen Fechtens aber durch seine früheren Judo und Aikido-Erfahrungen zog es ihn immer stärker zu den waffenlosen Künsten und hier besonders zum Ringen. Seit 2007 gibt er Workshops auf internationalen Events um anderen Fechter:innen die wunderschönen und mitunter schmerzhaften Seiten des Ringens nahe zu bringen.

Auf und Nieder im Ringen – ein kleiner Einblick in die Bedeutung der verschiedenen Ebenen des Ringens an einigen Techniken aus Fabian v. Auerswalds Ringbuch

Und auch wenn jemand vielleicht hofft, dass hier auch Bodentechniken gezeigt werden, werden wir uns ganz dem Standkampf widmen. Der Fokus liegt vielmehr auf den verschiedenen Stellungen und Haltungen, die im Ringen aus der Sicht der Zornhauerschen Ringer wichtig sind. Dies werden wir an einigen wenigen Techniken aus Fabian von Auerswalds Ringbuch präsentieren. Gleichzeitig soll das Ganze in einer gewissen Dynamik ablaufen und auch Übergänge von einer Technik in die nächste zeigen. Wenn die Zeit, Lust und Corona es zulässt, gibt es am Ende eventuell die Gelegenheit das Erlernte auch im Spiel auszuprobieren.

Zielgruppe: Offen für alle, die sich für das Ringen interessieren.

Ausrüstung: Für das eventuelle Spiel am Ende ist ein Tiefschutz empfohlen, aber man kann am restlichen Workshop in leichter Trainingskleidung mitmachen.

Martin Höppner (Schildwache Potsdam)

Martin ist Gründer der Schildwache Potsdam, einer Kooperation des Hochschulsports Potsdam und der Berliner Rittergilde – einer Gruppe für Reenactment, in welcher er seit 2008 mitwirkt. Sein Hauptfokus sind die Quellen des Bologneser Fechtens des 16ten Jahrhunderts, da sie die gesamte Palette des Fechtens mit allen Waffen mit einem Spritzer des extravaganten Flairs Italiens widerspiegeln. Er klugscheißt… ähm lehrt für sein Leben gerne und möchte möglichst viele Menschen an unserem tollen Sport teilhaben lassen.

Fechten mit dem einhändigen Schwert nach Giovanni dall’Agocchie

Im ersten Workshop gibt es eine kurze Einführung in die Art des Bologneser Fechtens nach Giovanni dall’Agocchie. Der Kurs ist für Anfangende gut geeignet, kann aber auch Erfahreneren eine neue Perspektive auf das Fechten und die Durchführung von Trainingsdrills bieten.

Voraussetzungen: Fechtmaske, Handschuhe, einhändiges Schwert – für mehr Intensität komplette Schutzausrüstung

Schwert und Badehandtuch… äh Cape nach Giovanni dall’Agocchie

Der Sommer endet und das Badehandtuch kaum genutzt? Kein Problem, denn in diesem Workshop lernt ihr einige Alternativen! Wir erweitern die Aktionen und Konzepte des einhändigen Schwertes um den Faktor Cape. Dazu schauen wir uns verschiedene Griffweisen an, diskutieren die Schutzwirkung und lassen am Ende die (Stoff-)Fetzen fliegen.

Voraussetzungen: Fechtmaske, Handschuhe, einhändiges Schwert, Badehandtuch / Cape – für mehr Intensität komplette Schutzausrüstung

Johanna Hopfgartner (INDES)

Johanna Hopfgartner – genannt „Joey“ oder „der Panda“ – ist seit 2016 fleißig am Fechten und seitdem gefühlt durchgehend auf Turnieren, Events und Seminaren rund um Österreich und Deutschland vertreten. Von Ringen zu Rossfechten, von Schwert bis Säbel- solange man sich nur ordentlich damit hauen kann, hat sie ihre Freude an jeder Waffe. Wenn sie gerade kein Schwert in der Hand hält, dann fachsimpelt sie gerne über deutsche Sprachwissenschaften und die Vorteile guter Quellen-Übersetzungen, oder verbringt ihre Zeit mit der Ausarbeitung von wichtigen, ernsthaften und ausgesprochen HEMA-relevanten Forschungsprojekten im Namen von wyldehemastudies.

Koordinationstraining: Reaktionsdrills mit fröhlichem Köpferauchen

Während die Wichtigkeit der konditionellen Fähigkeiten wie Kraft und Ausdauer für erfolgreiches Fechten unumstritten ist, wird dem (isolierten) Training unserer Koordination eher weniger Augenmerk geschenkt. Wer jedoch schnell auf seine Gegner reagieren will – sich gut angepasst und präzise bewegen will, sicher und flüssig auf den Beinen stehen will – der wird von richtigem Koordinationstraining nur profitieren. In diesem zweiteiligen Workshop werden wir unsere Gehirne zum Rauchen bringen und unsere unteren Extremitäten in schöne Beinsalate verwandeln. Ziel der Einheiten ist es, unsere Reaktionsfähigkeit hochzukurbeln. Einfache Signale unseres Gegners sollten genügen um uns präzise und pfeilschnell handeln zu lassen.

Im ersten Teil widmen wir uns allgemeinen Koordinationsdrills, mit denen wir vor allem an unserer Reaktionsfähigkeit arbeiten. Hierbei werden keine HEMA-spezifischen Ausrüstungsgegenstände benötigt.

Im zweiten Teil arbeiten wir an unseren koordinativen Fähigkeiten mit dem Langen Schwert. Aus einfachen Stücken der Liechtenauer Lehre basteln wir uns Reaktionsdrills, mit denen wir uns gegenseitig an den Rand der Verzweiflung bringen. Benötigt werden zumindest Schwert/Feder + Maske + Halsschutz + leichte Handschuhe. Für motivierte Trainierende, die wirklich alles aus den Drills herausholen wollen, empfehle ich noch Fechtjacke, freikampftaugliche Handschuhe und Hals-/Brustschutz.

Theresa Beckert (Schwertspiel e.V.)

2016 habe ich bei mit dem HEMA-Training begonnen, wobei mein Fokus auf dem Langschwert liegt. Seit 2018 mache ich damit so häufig als möglich Turniere und Events unsicher. Nebenbei habe ich einige “Ausflüge” zu Ringen, MMA und Kickboxen gemacht und mich zur DDHF-Kampfrichterin ausbilden lassen. Seit 2019 bin ich als Trainerin bei uns im Verein aktiv. Hauptberuflich beschäftige ich mich ebenfalls mit altem Kram – Literatur aus Mittelalter und Früher Neuzeit.

Haltung bewahren!

Während die korrekte Haltung und Bewegung des Schwerts und die Beinarbeit selbstverständlich zum Fechttraining gehören, ist die Haltung des “übrigen” Körpers oft kein Thema. Dabei spielt unsere Körperhaltung und -sprache eine entscheidende Rolle dabei, wie wir im Gefecht auf unsere Gegner*innen wirken, wie wir den Raum für uns erschließen und wie selbstbewusst wir uns dabei fühlen. Im Workshop möchte ich mit euch gemeinsam erarbeiten, wie sich Haltung und Körpersprache positiv auf unser Fechten auswirken können.

Zielgruppe: Fechter*innen mit Freikampf-Interesse, erste Erfahrungen damit sind ebenfalls hilfreich.

Ausrüstung: mindestens Feder, Stechlatz, Maske, Sparring-geeignete Handschuhe; je mehr Ausrüstung vorhanden ist, desto dynamischer können die Übungen durchgeführt werden.

Adrian van Bronswijk (Fechtschule Asteria)

Adrian van Bronswijk, seit 2013 Inhaber der Fechtschule Asteria in Lüneburg, ist ausgebildeter Fechtlehrer für historisches Fechten und die olympischen Waffen. Neben Rapier und Säbel gehört seine Leidenschaft seit bald 14 Jahren dem Langen Schwert.

Italienisch hauen

Italienisches Rapier wird vornehmlich mit Stoßfechten in Verbindung gebracht und gilt als Wurzeltradition der langen Ausfälle und Stöße – dabei kann das Rapier auch ganz schön reinhauen!
Umgehungen und taktische Finessen mit “man dritto” und co.

Du brauchst: Maske und Halsschutz, Handschuhe und Unterarmprotektoren, Rapier und Dolch.

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